15 Fragen, 15 Antworten von Corpus Motum

Fit trotz Sitzen und Tipps gegen Rückenschmerzen: Die Kärntner Tobias Suntinger und Patrik Ruhdorfer haben mit Corpus Motum einen Blog für alle Büroangestellten geschaffen. Was es darauf zu lesen gibt und worauf sie bei ihren Beiträgen achten, erzählen die Jungs im Interview.

Interview mit Tobias und Patrik von Corpus Motum, dem Blog für alle Büroangestellten

 

Lesezeit: ca. 15 min.

Wie bist du auf die Idee gekommen auf dem Bewegungsblog Corpus Motum zu bloggen?

Patrik: Für uns war es von Anfang an klar, dass wir mit Corpus Motum viel kostenlosen Mehrwert bieten wollen. Das versuchen wir neben unserem Blog zusätzlich zum Beispiel mit Instagram oder unseren anderen Social Media-Kanälen.

Wann hat Corpus Motum gestartet und wie hat sich der Blog entwickelt? Was sind Schwerpunkte und Erfolge?

Tobias: Den Blog haben wir 2015 gestartet. Bis wir verstanden haben, wie Artikel aussehen sollten, ist aber einige Zeit vergangen. Man muss aber auch dazu sagen, dass wir den Blog quasi „nebenberuflich“ betreiben. Seit letztem Jahr liefern wir richtig gute Artikel, in die immer ganz viel Herzblut fließt. Inhaltlich wird jedem mit einem klassischen Bürojob geholfen. Angefangen von den typischen Büroproblemen wie Rückenschmerzen oder Nackenverspannungen, gibt es Tipps zum richtigen Stehschreibtisch, wie man seinen Kreislauf beim ganzen Sitzen in Schwung hält oder warum man nicht ständig auf einem Sitzball sitzen sollte. Wie sehr man mit seinem Blog Menschen hilft, bekommt man zuerst einmal nicht mit (vor allem am Anfang nicht), weil es viele stille Mitleser gibt. Deswegen sind es zuerst viele kleine Minierfolge.

Ein konkreter schöner Erfolg ist zum Beispiel, dass ein gratis E-Book mit 15 Übungen fürs Büro schon mehrere hunderte Male heruntergeladen wurde.

Warum betreibst du den Blog?

Patrik: Wir betreiben den Blog, weil eine sehr große Anzahl von Menschen, die gleichen Probleme im Büro hat. Mit dem Blog können wir diesen Menschen gezielt Stück für Stück weiterhelfen und ihren Büroalltag besser machen. Der Blog ist für uns das ideale Werkzeug, diese Menschen zu erreichen.

Wie viel Zeit investierst du darin?

Tobias: Es kommt ganz auf den Artikel darauf an. Für unseren neuesten Artikel mit den 17 Faszienrollen Übungen haben wir rund 15 Stunden gebraucht. Es gibt natürlich kürzere Artikel.

Für einen guten Artikel rechnen wir aber mittlerweile mit um die zehn Stunden.

Worauf kommt es für dich bei einem richtig guten Blog an?

Tobias: Ein guter Blog sollte auf ein Problem oder eine Zielgruppe zugeschnitten sein und gut und interessant aufbereitete Artikel mit konkreten Tipps bieten. Außerdem sollte die Person/en dahinter authentisch sein und man sollte merken, dass ihnen das Thema wirklich wichtig ist.

Was ist dein Beruf oder anders, womit finanzierst du dir dein Leben?

Patrik: Ich bin selbstständiger Physiotherapeut und habe eine Praxis in Faak am See. Außerdem helfe ich zusammen mit Tobias Firmen dabei, dass sie gesunde und leistungsfähige Mitarbeiter haben. Das heißt, man kann sich den Blog quasi offline in seine Firma holen. Da machen wir dann gemeinsam Übungen, die jeder ganz einfach in den Büroalltag integrieren kann, um eben die Büroklassiker wie Rücken- oder Nackenschmerzen vorzubeugen bzw. zu lindern. In der Einheit erarbeiten wir das Thema dann mit ein wenig Witz und Humor, damit es auch bei jedem Mitarbeiter hängen bleibt und die Firma lange davon profitiert.

Wie sieht ein typischer Tag im Leben eines Bloggers aus?

Tobias: Da wir den Blog quasi nur zusätzlich zum Tagesgeschäft betreiben, gibt es bei uns keinen klassischen „Bloggertag“. Wir nehmen uns aber immer wieder Zeit, um an den Themen zu arbeiten und Artikel zu erstellen.

Worüber schreibst du am liebsten?

Patrik: Mir macht die Anwendung des Wissens direkt am Menschen am meisten Spaß. Oft sind es kleine Dinge, die viel bewirken. Ein Beispiel dafür ist der Blogartikel mit den vier Powerposen fürs Büro, mit denen man richtig viel Kraft schöpfen kann. Ich sehe den Menschen gerne ganzheitlich an und baue dabei gerne auch die mentale Ebene ein, weil die den Körper ebenfalls beeinflusst.

Dein schrägstes Blogerlebnis?

Tobias: Wir haben einmal einen Gastartikel für einen anderen Blog geschrieben. Durch Zufall haben wir gesehen, dass eine andere Seite mit über 320.000 Facebookfollowern, den Artikel 1:1 übernommen hat inkl. aller Verlinkungen zu uns.

Woher nimmst du neue Ideen für Postings und Beiträge auf Corpus Motum?

Patrik: Die kommen direkt von meinen Patienten, weil viele mit ähnlichen Problemen zu mir kommen und man vieles mit einfachen Übungen bzw. Gewohnheiten schon vorher vorbeugen könnte. Das heißt, den ersten Impuls zu unseren Beiträgen kommt von meinen Patienten und danach arbeite ich mit Tobias aus, wie wir das Thema konkret verpacken.

Welche Social Media Kanäle sind für dich am Wichtigsten?

Tobias: Unsere Hauptkanäle sind Facebook und Instagram. Außerdem haben wir einen Youtube-Channel, für den bald wieder regelmäßig Videos kommen.

Wie oft postest du da etwas?

Tobias: Da wir viele Projekte gleichzeitig laufen hatten, war die Postingfrequenz in der letzten Zeit eher unregelmäßiger. Normalerweise posten wir auf Facebook 2-3 Mal in der Woche und auf Instagram ein Bild in der Woche – das heißt, hier hätten wir noch ein Steigerungspotential.

Wie wichtig sind für dich Reichweite, Likes und Follower?

Patrik: Die Reichweite von den Beiträgen ist natürlich ein wichtiges Thema, weil vielen Menschen mit den Beiträgen geholfen werden soll. Deswegen arbeiten wir auch ständig daran.

Der beste Artikel hilft nichts, wenn er von niemandem gelesen wird.

Welche Trends siehst du im Onlinebereich? Was wird aus deiner Sicht in Zukunft stärker ein Thema werden?

Patrik: Durch die Vielzahl an Blogs wird die Qualität der Inhalte immer wichtiger. Um sich mit seinen Blog abheben zu können, muss immer stärker an der Qualität gefeilt werden und man muss sich dabei ständig weiterentwickeln, um auch fachlich mit seinem Wissen immer am neuesten Stand zu sein.

Deine fünf ultimativen Tipps für Jungunternehmer, die selbst mit einem Blog starten wollen?

Tobias: Schreibt lange Beiträge und arbeitet die Themen wirklich gut aus! Lieber ein gut recherchierter und durchdachter Beitrag im Monat als jeden Tag ein Beitrag mit zwei Absätzen. Dabei solltet ihr euch genug Zeit einplanen, den Blog zu betreiben. Und der wichtigste Tipp: dran bleiben! Am Anfang wird man relativ wenige Ergebnisse sehen für die ganze Arbeit, die man reinsteckt. Freut euch in dieser Zeit also über jeden einzelnen Besucher und feiert jeden Minierfolg, damit ihr dann nach den Sternen greifen könnt!

15 Fragen, 15 Kärntner Blogger antworten – mehr über das große Interview-Special und viele weitere Tipps findest du hier.

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