Kärnten: Winter am See hat noch Potenzial

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Schifahren am Berg, Wellness und schlafen am See – diese Kombination wird in Kärnten von den Gästen verstärkt angenommen.

Während die einen vorsorglich die Rolläden bei den Fenstern herrunterlassen, arbeiten die anderen an einer stimmigen Wohlfühlinszenierung im Haus: Kerzen werden angezündet, Wellness mit hausgemachten Essenzen aufgepeppt, ein Stückchen vom See auf angenehme 28 Grad aufgeheizt, der Pferdeschlitten vorbereitet oder die nächste Winterwanderung geplant. Immer mehr Betriebe an den großen Kärntner Seen wagen den Schritt in Richtung Ganzjahresbetrieb und sperren auch im Winter auf.

 
Der Weissensee gilt als Vorbildregion. Millstättersee und Wörthersee ziehen mit ihren Badehäusern langsam nach. Der Ossiachersee profitiert von der Nähe zur Gerlitzen und am Presseggersee denken einige Betriebe bereits über neue Indoorangebote oder sogar einem weiteren Badehaus nach. Engagement und Investitionen lohnen sich langfristig.
Am Millstättersee wurde in den vergangenen Monaten ein Plus verzeichnet, neben Deutschland und Österreich konnte die Region in Tschechien und Polen punkten „Der Winter ist für die Betriebe als zweites Standbein enorm wichtig“, weiß Maria Wihelm vom Millstättersee Tourismus. Je besser Schigebiete, Tourismusverbände und Betriebe abgestimmt und vernetzt sind, desto erfolgreicher seien sie. Vor allem Angebote für Familien und Kinder auf dem Goldeck kommen gut an, genauso wie das Schikarussell, bei dem die Gäste verschiedene Schigebiete ausprobieren können.

 
In der Region Ossiachersee/Gerlitzen Alpe gibt es ebenfalls ein Plus im Winter. Sowohl Bergbahn als auch Betriebe investierten in die Infrastruktur. „Mit der Kombination von See und Berg konnten wir erfolgreich das Thema Winter forcieren, auch in den Köpfen vieler Gastgeber“, freut sich Thomas Michor von der Region Villach Tourismus.

 
Am Wörthersee läuft vor allem der Advent in Velden und Pörtschach: Die weihnachtliche Atmosphäre zieht viele Tagesbesucher an und die verfügbaren Betten sind sehr gut gebucht. Das bringt Leben in den Ort. Danach kommt die große Flaute. Deshalb wünschen sich jene Betriebe, die in dieser Zeit offen halten, mehr Erlebnisangebote für die Gäste und ein Event oder Fest, das die Region belebt. Auch die Wanderwege könnten für die Wintergäste attraktiver gestaltet werden. „Der Winter ist durchaus zufriedenstellen“, sagt Roland Sint vom Wörthersee Tourismus. Auch die Nachfrage nach den Wörthersee Urlaubsgutscheinen entwickle sich gut, weil die Gäste die Flexibilität schätzen und den Gutschein in verschiedenen Betrieben einlösen können. Im Frühjahr soll das Schiffswandern den Gästen schmackhafter gemacht werden. In Klagenfurt sind die Touristiker mit der bisherigen Saison sehr zufrieden – es konnte im Vergleich zum Vorjahr ein Plus von 1,89 Prozent bei den Übernachtungen erzielt werden.

 

Was die Kärntner Betriebe zum Winter am See sagen und wie die touristische Bilanz in der Wintersaison ausfiel, gibt es in der „Kärntner Wirtschaft“, Ausgabe 9, zum Nachlesen. Auch online unter: www.kaerntnerwirtschaft.at

Foto: Matthias Eichinger

 

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