15 Fragen, 15 Antworten vom Outdoor- und Trailblog Trailbirdie

Fitness- und Gesundheitstrainerin Astrid Siebert aus Liebenfels ist viel in der Natur unterwegs und motiviert auf ihrem Outdoor- und Trailblog Travelbirdie zum Laufen und Skitouren gehen. Im Interview erzählt die Jungunternehmerin über ihren Bloggeralltag und was der Name Birdie eigentlich bedeutet.

Interview mit Astrid vom Kärntner Outdoor- und Trailblog Trailbirdie

Lesezeit ca. 15 min.

Astrid Siebert vom Outdoor- und Trailblog Trailbirdie, Copyright Privat
Astrid vom Outdoor- und Trailblog Trailbirdie. Foto: Privat.

Wie bist du auf die Idee gekommen zu bloggen?

Astrid Siebert: Nachdem ich vor ein paar Jahren immer weiter in die Lauf-Community in Kärnten reingewachsen bin hatte ich den Wunsch meine Erlebnisse nieder zu schreiben und diese mit anderen Sportlern zu teilen. Außerdem habe ich ein paar Bloggerinnen aus Deutschland kennen gelernt und wollte mich so innerhalb der Community weiter vernetzten. Es entstand der Blog Trailbirdie.

Wann hat der Outdoor- und Trailblog gestartet und wie hat er sich entwickelt? Was sind Schwerpunkte und Erfolge?

Ich habe um die Weihnachtszeit 2015 gestartet, das erste Hindernis war natürlich der Name des Blogs. Ich laufe liebend gerne auf Trails und zum damaligen Zeitpunkt habe ich noch sehr viel Golf gespielt. Somit bin ich auf den Namen Trailbirdie gekommen. Trail weil ich eben gerne auf besagten laufe und Birdie, weil es mein Ziel beim Golfen war unter Par zu spielen, also Birdies zu erzielen.

Warum betreibst du deinen Outdoor- und Trailblog?

Einerseits um meine sportlichen Erlebnisse mit anderen Menschen zu teilen, vor allem auch mit meiner Familie, die daheim in der Steiermark ist und so auch an meinem Hobby teilhaben kann. Ich freue mich immer über Rückmeldungen, wenn meine Leser sich aufgrund meiner Beiträge dann auch mal auf meine Routen begeben. Andererseits um andere Menschen kennen zu lernen und sich auszutauschen.

Ich finde es spannend zum Beispiel über Instagram auf andere Blogs aufmerksam zu werden und mich zu vernetzten. Absolut genial ist es dann natürlich Menschen, die hinter den Blogs stehen auch mal persönlich zu treffen.

Wie viel Zeit investiert du darin?

Das ist verschieden, je nachdem wieviel Zeit ich neben meinem Beruf habe. Ich versuche zumindest alle zwei Wochen einen Beitrag zu schreiben. Dafür sitze ich dann schon mal 2-4 Stunden am Computer. Am meisten Zeit beansprucht das Aussuchen und Hochladen der Bilder. Bei den Texten tu ich mir recht leicht, ich schreibe einfach was mir so in den Sinn kommt. Dazu versuche ich einmal in der Woche mich intensiv mit anderen Blogs zu beschäftigen. Ich habe ja einige abonniert und da nehme ich mir dann mal einen Abend Zeit die neuen Beiträge der anderen zu lesen.

Was macht für dich einen richtig guten Outdoor- und Trailblog aus?

Wenn der Verfasser authentisch ist, also aus seinen Erfahrungen in seinen Worten erzählt. Ich lese auch gerne Testberichte im Sportbereich, wenn sich der Blog nicht nur darauf spezialisiert. Wenn jemand nur Produkte testet und bewirbt dann ist das für mich kein guter Blog sondern eine Werbehomepage. Ich mag Blogs die eine gute Mischung aus Erlebnisberichten und Tipps zu verschiedenen Themen sind. Natürlich ist jeder Blogger auf etwas spezialisiert, aber ein Laufblogger kann ja auch mal über sein Lieblingsessen schreiben und dann mal wieder über besondere Laufrouten oder Alternativtraining. So bleibt ein Blog für mich interessant. Was mir nicht gefällt ist, wenn jeden Tag ein oder sogar mehrere Berichte kommen, damit fühle ich mich dann überladen.

Was ist dein Beruf oder anders, womit finanzierst du dir dein Leben?

Ich habe eine Ausbildung zur Tourismuskauffrau gemacht und war bisher auch in diesem Bereich, also im Tourismus bzw. in der Gastronomie tätig. In den letzten zwei Jahren habe ich allerdings eine Ausbildung zur Fitness- und Gesundheitstrainerin gemacht und bin mittlerweile zumindest nebenberuflich auch in dem Bereich tätigt. Das macht mir sehr große Freude und ich bin gerade dabei mich auch hauptberuflich dahingehend zu orientieren. Also werde ich wohl in Zukunft auch meinen Blog etwas intensiver betreuen, weil es einfach zum Thema passt.

Ich versuche also mein Hobby zum Beruf zu machen.

Wie sieht ein typischer Tag im Leben einer Bloggerin aus?

Gibt es den? Für mich als Bloggerin ist auch jeder Tag anders. Ich versuche viele Fotos zu machen, man weiß ja nie, ob man sie nicht für einen Beitrag brauchen kann. Ich verwende hauptsächlich meine eigenen Fotos am Blog, manchmal (mit Zustimmung) auch die von anderen Personen. Meistens kommt mir beim Sport wieder eine Idee für einen Blogbeitrag, dann wird gleich danach der Computer eingeschalten und ein paar Stichworte für einen neuen Beitrag gespeichert. Wenn es die Zeit dann zulässt schreibe ich den Bericht fertig.

Worüber schreibst du am liebsten?

Über meine Touren! Egal ob Laufen, Bergsteigen, Klettern, Skifahren, Skitouren, Wandern, Spazierengehen. Manchmal auch zu einem speziellen Thema wie zum Beispiel Laufen im Winter.

Da ich verstärkt als Fitness- und Gesundheitstrainerin arbeiten möchte werde ich in Zukunft wohl auch mehr Empfehlungen zu dem Thema machen bzw. mein Angebot auch am Blog bewerben.

Dein schrägstes Blogerlebnis?

Ich habe vor zwei Jahren einen bloggenden Bären aus Deutschland kennen gelernt (bzw. sein Frauchen) und durfte auf seinem Blog ein Interview machen.

Woher findest du neue Ideen für Postings und Beiträge?

Aus dem Alltag, wenn man immer mit offenen Augen unterwegs und mit Aufmerksamkeit bei der Sache ist gibt es jeden Tag neue Ideen.

Welche Social Media Kanäle sind für dich wichtig?

Instagram! Dort bin ich mittlerweile auch international sehr gut vernetzt. Mir gefällt daran, dass es wirklich eine interessensbezogene Community ist. Auf Facebook teile ich natürlich auch meine Blogbeiträge, das ergibt eine gute Reichweite.

Wie oft postest du da etwas?

Auf Instagram nahezu täglich, manchmal auch mehrmals täglich, wenn zum Beispiel eine Veranstaltung ist oder ich gerade auf einer coolen Tour unterwegs bin. Instastories finde ich dazu einfach genial. Auf Facebook seltener, 2-3 x pro Woche.

Wie wichtig ist für dich Reichweite, Likes und Follower?

Mein Blog macht mir Freude, es macht mir Spaß Beiträge zu schreiben. Deshalb ist mir das Thema eigentlich nicht so wichtig, natürlich freue ich mich wenn ich neue Follower erhalte und sehe, dass meine Beiträge auch außerhalb von Österreich gelesen werden. Wenn ich mich in Zukunft mehr mit meinem Blog beschäftige wird das aber sicher noch ein Thema mit dem ich mich mehr beschäftigen werde.

Welche Trends sieht du im Onlinebereich? Was wird aus deiner Sicht in Zukunft stärker ein Thema werden?

Ich höre rund um mich, dass Facebook immer weniger genutzt wird, dieser Trend wird sich meiner Meinung nach fortsetzen. Twitter hat in Österreich nie so richtig Fuß gefasst, das ist in Deutschland stärker. Instagram ist zur Zeit absolut trendy und eine Vernetzung über diese Plattform wird in Zukunft immer stärker. Es wird auch immer mehr mit Videos gearbeitet, also mit Youtube werde ich mich sicher noch etwas intensiver in Zukunft beschäftigen. Ich spüre allerdings auch den Wunsch von vielen Internetusern sich wieder mehr persönlich zu vernetzen oder das Smartphone mal eine bestimmte Zeit zur Seite zu legen.

Meiner Meinung nach ist es gut sich online zu vernetzen, aber auch sehr regional um dann auch die Menschen hinter den Blogs und Stories zu treffen.

Deine fünf ultimativen Tipps für Jungunternehmer, die selbst mit einem Blog starten wollen?

 

  • Finde das Thema das dich interessiert, mit dem du authentisch rüber kommen kannst
  • Plane dir Zeit für deine Beiträge ein
  • Finde eine zeitliche Regelmäßigkeit deiner Beiträge
  • Sprich in deinem Umfeld darüber, so kommst du auch zu neuen Themen (Was interessiert deine Leser?)
  • Vernetze dich mit anderen Bloggern auch verschiedener Themen, es ist immer wieder interessant andere Ideen zu sehen.

15 Fragen, 15 Kärntner Blogger antworten – mehr über das große Interview-Special und viele weitere Tipps findest du hier.

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