Istriens Inseln – 7 schöne und ruhige Eilande für den Urlaub

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Eine wie keine. Istriens Inseln sind Kraftplatz, Hotel, FKK-Eldorado oder Hochzeitslocation: Sieben Schmuckstücke in der Adria, auf denen sich Blicke in Wellen verlieren.

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1 Hochzeitsinsel Levan

Angenehm kitzelt der warme Sand auf den Zehenspitzen. Romantisch wird auf der Decke nochmals mit dem Sekt angestoßen und an die Trauung gedacht. Es klingt wie ein Märchen, aber Levan ist eine der wenigen Eilande an der Medulin Riviera, die mit ihrem weißen Natursand ein karibisches Flair an die nördliche Adria holt. Ein perfekter Ort, um sich das „Ja-Wort“ zu geben. Flitterwochen gleich inklusive. Eine Vermählung getragen von den Düften und Farben des Wassers. Verzierter Strandaltar, romantische Bootsfahrt, traumhafte Blumen und Schmuck. Natürlich die Insel selbst, die für charmante Atmosphäre und Südsee Gedanken sorgt. Aber Achtung: Wer feste Grundmauern erwartet, wird vielleicht enttäuscht. Ungetrübte Blicke in die Ferne sind dafür ein Tausch, den man gerne macht.

2 Klosterinsel Košljun

Mucksmäuschenstill sein heißt es in dem Gotteshaus „Maria Verkündigung“. Erst dann offenbart sich Besuchern der unwiderstehliche Puls des Franziskanerklosters St. Maria. Dieser ist ganz nach der Natur ausgerichtet, befindet sich das Juwel doch nur knappe sechs Meter über dem Meeresspiegel. Dichte Bäume, Sträucher und 540 registrierte Arten von Pflanzen und Pilzen finden hier eine Heimat. Nahezu kreisrund zeigt sich dabei die Form des geistlichen Kraftplatzes nahe dem Küstengebiet von Punat. Etwas mehr als 20 Euro kostet der Transfer mit dem Taxiboot nach Košljun. Ideal für einen Tagesausflug. Wer die Insel an einem Festtag erkundet, kann auch ganz besonderen Heiligen Messen beiwohnen. Etwa zu Ehren von Franziskus von Assisi.

3 Freikörperkultur auf Koversada

Die Atmosphäre, sie ist so ganz anders. Die sanfte Brise aus dem adriatischen Meer, die wohlig warmen Sonnenstrahlen und der durchgängige Baumbestand, der für Schatten sorgt. Umso erstaunlicher, dass Koversadas Küstenlinie gerade einmal 990 Meter beträgt. Vielleicht ist die Kreation der Natur gerade deswegen bei Liebhabern der Freikörperkultur so beliebt. Ein himmlischer Ruheplatz im Sommer, der jedoch ausschließlich den Zeltern vorbehalten ist. Eine lang gezogene Brücke über dem Wasser verbindet das Eiland mit dem „Koversada Naturist Park“, seines Zeichens das Zentrums des gleichnamigen Naturistencamps. Beschritten wird diese natürlich ebenso unverhüllt. Hier sind Wohnwägen allerdings erlaubt. Kleiderlos zu sein, ist trotzdem am gesamten Gebiet Pflicht.

4 Zauberhafte Ursprünglichkeit auf Ceia

Es gibt Plätze, die scheinen wie aus der Zeit gefallen. Die Souvenirshops und Hafenverkäufer im Städtchen Premantura etwa, die das Gefühl der frühen 80er Revue passieren lassen. Von dort aus geht es nämlich durch kristallklares Wasser auf Ceia, der vielleicht zauberhaftesten Insel an der Südspitze Istriens. Diese Meeresluft! Gemütliche Badebuchten aus Kies und flachen Felsen leiten in das Inselinnere, das sich seine Ursprünglichkeit bewahrt hat. Dichte Vegetation, Vögel und allerlei Bodenpflanzen sind zu entdecken. Spürnasen beobachten auch Möwennester. Großgewachsene Schattenspender sind aber Mangelware. Daran denken! Tipp: Wasserflaschen mitnehmen. Denn Duschen gibt es auf Ceia keine. Auf alles verzichten müssen Badenixen jedoch nicht. Im Sommer gibt es ein Restaurant mitsamt Bar für die Gäste.

5 Idyllische Ankerplätze bei Velika Sestrica

Restaurants und Bedienung werden auf Velika Sestrica vergeblich gesucht. Das brauchen Inselhüpfer hier auch nicht. Bei einer Fläche von knappen 0,188 Quadratkilometern zählen auf dem Eiland andere Attribute. In den warmen Monaten gilt der vorgelagerte Bereich als Hotspot für Boote. Der Meeresboden ist sandig, ankern daher explizit erlaubt. Aber aufpassen: Nur kleine Gefährte dürfen an den eigentlichen Anlegesteg! Trotz der geringen Größe des Idylls ist ausreichend Schutz vor Wind und Schwell vorhanden. Füße hochlegen und den Wellen lauschen, ein Traum! Stetig sind Segelschiffe zu sehen, Motorbootgeräusche verlieren sich schnell in der sanften Brise. Übrigens, Trinkwasser gibt es auf der Insel keines. Wer den Tag hier verbringen möchte, muss für ausreichend Proviant sorgen.

6 Hotelinsel Sveta Katarina

Abenteurer die einen Hauch Luxus schätzen, machen sich auf zur Sveta Katarina. Einen Wimpernschlag von Rovinj entfernt, lässt es sich dort entspannt im „Katarina Island Hotel“ übernachten. Untergebracht im ehemaligen Schloss des polnischen Grafen Ignaz Milewsky, weiß der erhaltene österreichisch-ungarische Stil zu gefallen. Gewaltige Holzbalkendecken und großzügige Terrassen erinnern an das Rustikale von damals. Mediterrane Flanierer lustwandeln auf den Strandwegen oder machen einen kurzen Abstecher auf Rovinjs Promenade. Bootstransfers im Halbstundentakt machen es möglich. Auf der anderen Seite der Insel stoßen Besucher auf den „Zlatna Stijena“, den goldenen Felsen. Immer wieder springen dort Adrenalinjunkies ins kühle Nass.

7 Taucheldorado Sveti Jerolim

Unterwasserenthusiasten kommen an Sveti Jerolim nicht vorbei. Versenkte, steinige Felsenwände, Steinmoraste und bunte Fischschwärme locken Taucher in ein kristallklares Wasser mit atemberaubender Sichtweite. Aufmerksame bekommen Zackenbarsche oder Barrakudas zu Gesicht. Doch Vorsicht: All zu hektische Bewegungen wirbeln den Meeresboden auf! Ungeübte sollten vorab einige Stunden absolvieren. Dafür gibt es wohl kaum Schöneres, als elegant unter der Oberfläche von Jerolim dahinzugleiten. Angelegt wird auf der Nordseite der Insel. Ein Naturhafen mitsamt felsiger Mole und Wellenbrecher schützt ankommende Boote. Der Tiefgang darf aber nicht mehr als drei Meter betragen. Alternativ fahren kleine Ausflugsschiffe zur Insel.

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Text: Wolfgang Hoi. Foto: Anita Arneitz

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