Der Lindwurm: die Top Sehenswürdigkeit in Klagenfurt am Wörthersee

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Ein Selfie mit dem Lindwurm – das ist ein Muss für alle Besucher von Klagenfurt am Wörthersee. Erfahre was es rund um den Drachen noch alles zu entdecken gibt.

Lindwurm
Lindwurm in Klagenfurt am Wörthersee, Foto Matthias Eichinger

Die Sage vom Lindwurm

Sumpf, Gedachs (Gestrüpp) und Wald: Klagenfurt war zur Zeit der Spanheimer Herzöge im 12. und 13. Jahrhundert bei Weitem nicht so einladend mediterran wie heute. Die Sage erzählt, damals hauste ein böser Lindwurm in der Gegend. Mit einer List erlegten die Bewohner den Drachen und gründeten an der Stelle des Kampfes eine Stadt. Jahrzehnte lang glaubten die Menschen an den Lindwurm. Erst recht als im 14. Jahrhundert am Zollfeld ein riesiger Schädel gefunden wurde, der durchaus ein Drachenkopf sein könnte. Allerdings war es ein eiszeitliches Wollnashorn. Der Lindwurm ist trotzdem das Wahrzeichen und Wappentier der Stadt geblieben.

Lindwurm
Lindwurm in Klagenfurt am Wörthersee, Foto Matthias Eichinger

Den Neuen Platz gemütlich erkunden

Den Lindwurmbrunnen haute Ulrich von Vogelsang und sein Bruder Andreas aus grünem Kreuzbergl-Chloritschiefer – seit über 400 Jahren steht er am Neuen Platz, im Herzen von Klagenfurt. Ihm gegenüber schwingt der Herkules seine Keule. Noch ein Stückchen weiter weg thront Maria Theresia auf ihrem Denkmal. Die Szene lässt man am besten bei einem Cappuccino im Café am Platz auf sich wirken. Das „Platzl“, wie es von den Einheimischen genannt wird, zählt zu den ältesten Kaffeehäusern in Klagenfurt. Verliebte verabreden sich hier zum ersten Date, Geschäftsleute zum Meeting und Freundinnen zum Tratschen (Plaudern). Dabei lässt sich herrlich das Kommen und Gehen am Neuen Platz beobachten, der gerade im Sommer wie eine große italienische Piazza wirkt.

Das Klagenfurter Rathaus

Auf der Westseite des Neuen Platzes steht das Rathaus, der Sitz der Stadtverwaltung. Früher wurde das sogenannte Palais Rosenberg für adelige Feste und Empfänge genutzt. Zu diesem Anlass ritten die Herren mit ihren Pferden die breite Stiege im Inneren hoch bis in den ersten Stock. Auch die habsburgerische Kaiserfamilie kam als Gast. Die schmucke Fassade erinnert noch an diese Zeit. Übrigens, das Rathaus-Tor besteht aus demselben Stein wie der Lindwurmbrunnen. Ich selbst habe einmal als Praktikantin im Rathaus gearbeitet und genoss so einige Sommermonate den Blick aus dem Bürofenster direkt auf den Lindwurm. Aber das ist wirklich schon sehr lange her.

Shoppingtipps für Mini-Lindwürmer

Das Souvenir schlechthin ist ein kleiner grüner Lindwurm aus Keramik. Diesen gibt es zum Beispiel in der Touristeninformation am Neuen Platz zu kaufen. Buchwürmer tauchen in der Buchhandlung Heyn in der Kramergasse unter, Naschkatzen ziehen zum Alten Platz weiter und kehren beim Zehrer ein. Am Morgen und Vormittag lohnt sich auch ein Abstecher auf den Benediktinermarkt mit seinen vielen Ständen sowie den Markthallen. Hier kannst du mittags auch wunderbar und günstig essen.

Ebenfalls nicht weit vom Zentrum entfernt, locken die City Arkaden zum Shoppingmarathon. Allerdings wirst du hier eher die großen Ketten finden. Die kleineren Geschäfte sind in Klagenfurt in der Fußgängerzone am Alten und Neuen Platz, sowie rund um die Burggasse, Bahnhofstraße und die 10. Oktober-Straße. Etwas außerhalb des Rings liegt das Lendhafenviertel, das gerade dabei ist, sich zu einem kreativen Hotspot zu mausern. Hier findest du nette Cafés am Abend.

Die besten Hotels in Klagenfurt

Es gibt viele schöne Hotels in Klagenfurt. Ich persönlich mag das klassische Hotel Sandwirth direkt im Zentrum. Im Café kann man auch sonntags frühstücken oder brunchen. In See- und Uninähe liegt das Seepark Hotel mit einem schönen Day-Spa. Ein echter Geheimtipp in Flughafen-Nähe ist das Schlossgut Gundersdorf.

Wo du in Klagenfurt wirklich gut essen kannst

  1. Immer empfehlenswert und damit ein kulinarischer Klassiker ist das Augustin, der Landhaushofkeller, der 7. Himmel oder der Weidenhof etwas außerhalb der Stadt.
  2. Wer lieber etwas urbanes mag, kehrt im Magdas ein.
  3. Nachhaltiges gibt es um Punkt 12 Uhr beim „Zwölfeläuten“ bei Best of the Rest.
  4. Nach wie vor mein Lieblingsjapaner, wenn auch schon etwas in die Jahre gekommen, ist Mimi. Chinesischer Platzhirsch ist das Fallaloon oder der Chinesische Garten bei der Uni.
  5. Gleich daneben kannst du wunderbar Cupcakes essen bei Rosé Cupcakes.
  6. Das beste Eis hat nach wie vor Arcobaleno, selbst wenn es in der Stadt Eisgreissler und Co. gibt.
  7. Ein spitzenmäßiger Italiener ist die Osteria del Conte.
  8. Gleich neben gibt es sehr gute portugiesische Küche bei Ricardos.
  9. Griechisch esse ich am liebsten Poseidon. Der Gastgarten hat für mich schon etwas Nostalgisches.
  10. In Viktring ist Koschat (auch zum Mitnehmen oder liefern lassen) und die Osteria Castello eine sichere Anlaufstelle.

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Fotos: Matthias Eichinger

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