Wanderwege in Kärnten – wo die schönsten Blumen blühen

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Von den Gipfeln bis in das Tal hinunter blüht es jetzt. Spürnasen machen sich auf die Suche nach ganz besonderen Pflanzen auf den blumenreichen Wanderwegen in Kärnten.

Wanderwege in Kärnten gesäumt von bunten Blumen

Was gibt es Schöneres als im Frühling und Frühsommer zu Narzissenwiesen, duftenden Kräuterbeeten und farbenfrohen Alpenblumen zu wandern? Deshalb haben wir für dich die tollsten Blumenwanderungen in Kärnten als Wandertipps gesammelt.

Stöbern in frühlingshaften Höhen auf der Saualpe

Einatmen, ausatmen, die Arme ausbreiten und genießen. Das Eintauchen in die Kärntner Landschaft macht Lust auf mehr. Es ist ein Festspiel für das Gemüt und mehr als eine Notiz im Naturtagebuch, da sind sich leidenschaftliche Wanderer sicher. Herrlich dieser Einklang, diese Ruhe. Wobei, nicht ganz! Wenn die Landschaft des südlichsten Bundeslands Österreichs aus ihrem Bilderbuch erzählt, übernimmt die Natur das musikalische Zepter. Hummeln summen, Wuselei im Unterholz und das Gezwitscher heimkehrender Singvögel in den Baumkronen. Pures Gedankenkino, unvergleichbare Genussmomente. Besonders reizvoll wird es in höheren Lagen.

Freiluftfüchse, die auf einer Rundwanderung im Gebiet der Saualpe unterwegs sind, können eine ganz besondere Pflanzen ausmachen. „Da ist er, der Kärntner Klappertopf!“ In seinem gelben Blütenkleid sorgt das Gewächs für Aufsehen. Warum es im Volksmund auch „Milchschelm“ genannt wird, können Erkunder auf den malerischen Wegen herausfinden. Herrliche Panoramarundblicke garantieren freie Sicht zum Zirbitzkogel, zum Süden hin die Karawanken oder Julischen Alpen, im Osten die Packalpe und zum Greifen nah auch die Koralpe. Blumenfreunde sammeln jede Menge Energie, bevor es wieder in die Senke des Lavanttales hinunter geht.

Prachtvolles Wechselspiel im Drautal

Im Drautal wiederum brechen Geher am Fuße des Scharniks zu einer Entdeckungsreise durch die Region auf. Wie aus einer Fotogalerie gefallen, zeigen sich seltene Blüten und malerische Wollgraswiesen im perfekt gesetzten Licht der Sonne. Urige Felsformationen wechseln mit Alpenrosen, die der Volksmund selbstsicher auch als „Almrausch“ bezeichnet. Die Geister sind sich uneinig, ob die Bezeichnung nicht doch mit der Einkehr in Almhütten zu tun hat. Ein Schmunzeln im Stillen ist erlaubt! In jedem Fall dürfen Naturliebhaber auf einen solchen keinesfalls vergessen.

Zur Wulfenia-Blüte am Nassfeld wandern

Mit dieser weitläufigen Blumen-Rund-Wanderung kann ein prachtvolles Wechselspiel begonnen werden, das im unwiderstehliche Gailtal fortgeführt wird. Schon von der „Wulfenia“ gehört? Der Name lässt hier die Herzen aller höher schlagen und ist eng mit der Kultur der Talbewohner verbunden. Aber Achtung: Die Kärntner Eiszeit-Blume ist mit ihren blauen Blüten strengstens geschützt! Bewundern und fotografieren ist erlaubt, das Mitnehmen nicht.

Am schönsten kommen die Pflanzen immer noch in ihrer natürlichen Umgebung zur Geltung oder? Neugierige können im Rahmen des Wulfeniafestes an geführten Wanderungen teilnehmen und halten rund um den Gartnerkofel am Nassfeld Ausschau.

Wanderwege in Kärnten – auf zur Narzissenwiese im Rosental

Eine weitere Station ist schließlich das Bärental, das seinerseits zu einem unvergleichlichen Naturschauspiel lädt. Im Monat Mai und je nach Witterung zeigt sich dort die „Narzissenwiese“. Bis zum Horizont scheint das Blumenmeer zu reichen. Ein idealer Ausflug im Wanderfrühling. Wer mehr darüber wissen möchte, klickt rein in den Artikel: Wandern auf den Spuren der Bären zur Narzissenwiese

Kräuterdorf Irschen in voller Blüte

Wie Blumen, Blüten und Kulinarik zueinanderpassen? Das erfahren Wanderer im Kräuterdorf Irschen. In und um die Ortschaft herum gibt es für Spaziergänger ganz besondere Frühlingsboten zu entdecken. Brennnesselblätter, Gänseblümchen, Zitronenmelisse, Pfefferminze oder Stiefmütterchenblüten setzen sich farbenfroh in Szene und sind im wahrsten Sinne Leckerbissen. Sie schmecken nämlich vorzüglich in der Kombination am Teller.

Beim Wildkräuterfrühlings zeigen die Bewohner, wie Blüten zu solchen Speisen zubereitet werden können. Unbedingt ausprobieren! Oder ein Frühstück in der Wiese? Genau das Richtige, um der Natur näher zukommen. Nicht zufällig also, das Irschen selbst schon die Auszeichnung zum „Schönsten Blumendorf” des Landes erhalten hat. Typisch Kärnten eben!

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Fotos: Anita Arneitz. Text: Anita Arneitzi & Wolfgang Hoi

 

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