Wenn Schneeflocken die Stille bringen: Winterwandern am Weissensee

Lesezeit: 2 Minuten

Langsam beginnt der Himmel die Erde in weiße Watte zu packen. Tiere und Pflanzen ziehen sich zurück in die Winterpause. Auch den Menschen tut die Ruhe gut. Tipps fürs Winterwandern am Weissensee.

Es ist jedes Mal ein besonderer Moment, wenn die Wolken ganz dicht zusammenrücken und die ersten Schneeflocken zu Boden tanzen lassen. Erst mit der weißen Pracht beginnt für viele der Winter. Dann wird die Welt plötzlich leiser, wie wenn jemand die Pausentaste gedrückt hätte. Die gehen in Deckung und verkriechen sich in ihr Domizil. Manche von ihnen schlummern schon friedlich im Winterschlaf. Es ist die Zeit der Besinnung, Erholung und Ruhe. Nur den Menschen fällt das Umschalten in einem langsameren Rhythmus schwer. Zu leicht lassen sie sich vom Trubel des Alltags mitreißen.

Wo lässt es gut Winterwandern am Weissensee?

Wer ausbrechen will, der muss raus. Ein Spaziergang durch die verschneite Landschaft eignet sich perfekt dafür, zum Beispiel entlang des Ostufers des Weissensees, östlich der Gailtaler Alpen. Der westliche Teil öffnet sich zu einem breiten Becken und wird, wenn das Eis am See dick genug ist, von Eisläufern besiedelt. Das Ostufer hingegen gleicht mehr einer Talfurche mit steilen Hängen, die ein wenig an die Fjorde in Nordeuropa erinnern. Eine perfekte Kulisse für das Winterwandern am Weissensee.

Welche Tierspuren sind im Schnee zu sehen?

Die kalte Luft pustet die Gedanken durch und schärft die Sinne. Der Schnee knirscht bei jedem Schritt. Die Wasseroberfläche hat sich einen großen Spiegel verwandelt, dessen Bild nur ab und zu von den Wellen einer vorbei schwimmenden Ente durchbrochen wird. Das Schilf trägt anmutig das frische Häubchen aus Schnee, während umgeknickte Äste Hinweise auf tierischen Besuch geben. Ungestört können die Tiere hier ihre Spuren hinterlassen. Dazu zählen zum Beispiel die Schneehasen, die Spitzmaus, der Luchs oder sogar der Bär.

Schneeflocken und die Stille: Warum es im Winter leiser wird

Wie die Menschen scheinen sie die Ruhe im Winter zu genießen. Doch woher kommt diese überhaupt? Die Antwort ist der Schnee. Er schont die Ohren, in dem er die Geräusche der Umgebung dämpft. Insbesondere der lockere Neuschnee hat in den Hohlräumen viel Luft, die wie ein Schalldämpfer wirkt. Je mehr Schnee fällt, desto stärker verbindet er sich und die Hohlräume werden weniger. Dann lässt auch die Geräuschdämpfung wieder nach. Die frischen Schneeflocken bringen die ersehnte Stille.

Foto: Matthias Eichinger

Lust auf mehr Kärnten-Tipps? Diese gibt es im Buch: Neu im Buchhandel: „Kärnten ganz gemütlich“

Comments are closed.

Navigate