Lillehammers Gespür für Kunst

Lillehammer_Maihaugen (53)

Pinsel oder Piste? In Lillehammer muss sich niemand entscheiden. Seit den Olympischen Winterspielen 1994 haben sich in der Kleinstadt Kunst, Sport und Natur vereint. Eine Stippvisite anlässlich des Weltcupskispringens. Ein Beitrag in DiePresse.

Voller Zuneigung drückt der Hundertjährige seiner Frau ein Küsschen auf die Wange, daneben schaut ein blondes Teenagermädchen verträumt aus dem Fenster und ein älterer Typ im Wollpulli läuft durch die Landschaft: Eine Stadt wie Lillehammer hat viele Gesichter. Über 80 von ihnen sind in der Galerie Zink, am Ende der kurzen Fußgängerzone, zu sehen. Die Porträts spiegeln wider, warum Künstler und Sportler die Stadt gleichermaßen mögen. „Lillehammer ist ein guter Platz zum Leben. Wir haben alles, was wir brauchen, und sind mitten in der Natur“, erklärt Galerist Johan Maeholm. Er muss es wissen, schließlich unterrichtet er auch an der Universität Oslo und kennt das Leben in der Großstadt. Wenige Kilometer von Maeholms Galerie entfernt trainiert der Skispringernachwuchs auf der berühmten Schanze, während weiter unten in der Håkon­Halle die Volleybälle übers Netz fliegen und Läufer ihre Runden durch die Olympia­Ausstellung drehen. Eine Etage tiefer erfahren Besucher, dass es von 1912 bis 1956 Medaillen für Architekten, Maler, Dichter, Komponisten und Bildhauer gab. 66 Kunstwettbewerbe wurden in der olympischen Geschichte ausgetragen. Sogar für die Medaillenkunst gab es eine Medaille. Wie es heute um die Kunst in Lillehammer steht, erfahren Sie hier.

Foto: Anita Arneitz

 

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