Wien mal anders erleben: Vier ausgewählte Tipps

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Urlaubsgefühle im Museum, Retroflair im Böhmischen Prater, selbst zum Glaskünstler werden oder exquisite Schuhe entdecken. Wien mal anders überrascht.

Urlaub im Museum: das Belvedere und der österreichische Kunstsommer

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Das obere und untere Belvedere sowie die Nebengebäude Prunkstall und Löwenzwinger, sind beliebte Sehenswürdigkeiten. Nach der unfreiwilligen Schließung im Frühjahr hat das obere Belvedere erstmals wieder mit zwei neu eroberten Gemälden von Gustav Klimt – Freundinnen und das Mädchen in Grün – im Gepäck geöffnet. Außerdem hilft ein neu entwickelter digitaler Audioguide dabei, welcher kostenlos via Handyapp verfügbar ist, mehr über die Geschichte der insgesamt 120 Werke zu erfahren.

„Dieser Sommer ist dazu da, um die weltberühmte Kunstsammlung im oberen Belvedere neu zu entdecken“. Stella Rollig, Generaldirektorin Schloss Belvedere

Die neu ausgestattete Kunstsammlung bietet einen einmaligen Überblick über 800 Jahre österreichische Kunstgeschichte. Schwerpunkte liegen auf den Epochen Barock, Biedermeier und Wien um 1900. In den Sommermonaten werden Museumsspaziergänge angeboten, bei denen Geschichten zu den verschiedenen Bundesländern zu den Kunstwerken im oberen Belvedere erzählt werden. 

Um auch im Belvedere in Urlaubsstimmung zu kommen, wurde ein eigener Raum nach dem Motto „Urlaub in Österreich“ errichtet. Dort sind ebenfalls drei berühmte Gemälde von Gustav Klimt zu sehen. Also hingehen und in Ruhe Kunst genießen!

Böhmischer Prater: Vergnügen für Klein und Groß

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Die Kunst der Unterhaltung wird im Böhmischen Prater seit 1882 gepflegt. Der Vergnügungspark liegt mitten im Laaer Wald im zehnten Wiener Bezirk, von Favoriten aus in nur fünfzehn Minuten zu Fuß zu erreichen.

Bereits im Jahre 1884 hatten sich im Laaer Wald zwanzig Gaststätten angesiedelt, welche sich bald unter dem Namen „Böhmischer Prater“ zusammenschlossen. Schon damals war der Böhmische Prater ein beliebter Vergnügungsplatz. Insbesondere die Simmeringer und Favoritner Bevölkerung nutze die Anlage für Freizeitaktivitäten.

Durch den zweiten Weltkrieg erfuhr der Prater erstmals ein Tief und konnte sich erst nach einem erneuten Aufschwung in den 1970er Jahren erneut etablieren. Heute stellt der Böhmische Prater mit seinem Riesenrad, seinen Booten, Kinderkarussel und vielem mehr ein Paradies für groß und klein dar. Jeder kommt auf seine Kosten. Spaß und Freude mit Retroflair sind garantiert!

Wien mal anders – ganz in Glas

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Glaskunst in der Großstadt. In der Westbahnstraße 18 befindet sich die Glashütte Comploj. Hier werden Gläser geblasen, wie man sie aus Murano kennt. Der Fokus der Glashütte liegt jedoch nicht auf der traditionellen Seite wie in Murano, sondern geht in eine moderne, ausgefallene und zugleich schicke Richtung. Hier findet sich architektonisch kunstvolle Werke in allen Farben und Formen. Gläserne Lampen in verschiedenen Stilrichtungen können hier erworben werden.

Die Herstellung der Gläser geschieht im gleichen Gebäude und wird von den KunstbläserInnen des Geschäftes höchstpersönlich ausgeführt. Wer Interesse hat, sich selbst in diesem Bereich auszuprobieren, hat die Möglichkeit, vor Ort einen Glasbläserkurs zu besuchen. Ab September gibt es wieder neue Termine!

Dem Hof-Schuhmacher über die Schulter geschaut

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Bereits seit sieben Generationen wird bei Rudolf Scheer & Söhne Hof-Schuhmacher in der Bräunerstraße 4 orthopädisch sowie optisch einzigartiges Schuhwerk hergestellt.

Das kleine Geschäft in Wiens erstem Bezirk ist ein begehrter Foto-Hotspot. Zurecht, denn dieses Geschäft bietet aus der Kombination von modernen Details und altem Handwerk ein interessantes und zugleich geschmackvolles Ambiente.

Hier spüren Besucher die Liebe zur Arbeit und zum Detail. In der oberen Etage fertigen die Schuhmacher für ihre Kunden maßgefertigte Schuhe – rund 300 Stück pro Jahr. Die Warteliste ist lang. Kunstvolles, perfekt sitzendes Schuhwerk braucht eben Zeit. Wer Kunde bei Scheer ist, ist gleichzeitig König und bekommt alle Wünsche von den Lippen abgelesen, heißt es. Wer in der Gegend ist, sollte unbedingt einmal einen Blick in das Geschäft werfen. Es lohnt sich auf alle Fälle.

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Text & Fotos: Hannah Ziegler. Die Recherche in Wien erfolgte auf Einladung von Das Hotel Tigra.

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